So funktioniert die Darrmethode
Erläuterung des Verfahrens
Messgerät:
Darrofen, Waage
Es handelt sich um einen Ofen, der präzise gesteuert werden kann und eine Temperatur von 105 °C genau halten kann. Die Waage muss sehr genau sein.
Anwendungszweck:
Präzise Feuchtemessung. Es ist das einzige Verfahren, das zuverlässig die genaue Bauteilfeuchte bestimmen kann. Das Verfahren wird durch Versalzung der Probe nicht beeinflusst.
Messverfahren:
Das Grundprinzip dieses Verfahrens ist einfach. Es wird der Gewichtsunterschied zwischen dem zu untersuchenden Baustoff und dem Trockengewicht des Baustoffs bestimmt.
Wie wendet man dieses Verfahren an?:
In einem ersten Schritt wird eine repräsentative Probe der Bauteils entnommen und luftdicht verpackt. Die Probe wird im Labor gewogen. Danach wird die Probe im Ofen bei 105°C getrocknet. Wenn die Gewichtskonstanz der Probe erreicht ist, wird die Probe erneut geworben. Bei präzisem Arbeiten ist dies das genaueste Feuchtemessverfahren.
Wo liegen die Grenzen des Verfahrens und welche Fehler bei der Handhabung verfälschen das Messergebnis?
Wichtig ist es eine wirklich repräsentative Probe zu entnehmen. Ferner ist darauf zu achten, dass bei der richtigen Temperatur getrocknet wird, damit nicht weitere Stoffe aus der Probe entweichen und das Ergebnis dadurch verfälscht wird.
Der größte Nachteil liegt darin, dass das Bauteil durch die Probenentnahme geschädigt wird und das Messverfahren zeitintensiv ist (Dauer ca. 24 Stunden). Es ist geeignet für sehr genaue Einzelmessungen. Für Rasterfeldmessungen und die Überwachung eines Trocknungsfortschritts ist es nicht verwendbar, da jede Stelle prinzipbedingt nur einmal gemessen werden kann.
