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Kapazitiven Feuchtemessung, bzw. die Bestimmung der Bauteilfeuchte nach dem Dielektrizitäskonstante- / Hochfrequenz- Messprinzipt mittels Kugelkopfsensor

Erläuterung des Verfahrens

Messgerät:

Hydromette Compact B der Firma Gann

Dieses Gerät erlaubt die Feuchtigkeitsmessung im oberflächennahen Bereich von ca. 2 – 4 cm (je nach Rohdichte des Materials) nach dem Dielektrizitätskonstante- / Hochfrequenz-Messprinzip. Eine technische Beschreibung dieses Messprinzips finden Sie u.a. hier).

Anwendungszweck:

Orientierende Feuchtemessung in geringer Bauteiltiefe

Messverfahren:

Dies ist das gebräuchlichste Messverfahren zur Bestimmung der oberflächennahen Baustofffeuchte. Es wird besonders bei mineralischen Bauteilen verwendet. es sind keine zerstörenden Eingriffe in die Bausubstanz notwendig. Dieses Messverfahren erlaubt einen schnellen Überblick darüber, wo ein Bauteil feuchter ist. Gerade dieses Gerät überzeugt durch seine Handlichkeit. Das Messgerät ermittelt die Feuchte indirekt und gibt einen dimensionslosen Messwert in „Digits“ an. Dieser ist nicht identisch mit Volumen- oder Gewichtsprozent. Er ist abhängig von den zu messenden Materialien und den Umgebungsbedingungen. Auch wenn der Wert keine Angaben in Prozent Feuchte angibt, ermöglicht er sehr gut, die oberflächennahe Verteilung der Feuchtigkeit im Bauteil zu ermitteln.

Wie wendet man dieses Verfahren an?:

Zunächst wird das Gerät auf das zu messende Material „kalibriert“:  Es findet dabei keine richtige Kalibration statt. Es wird zunächst nur eine als unstrittig trocken angenommene Stelle des zu messenden Bauteils gemessen. So wird bestimmt, wieviel Digits als trocken anzunehmen sind und ein Orientierungswert ermittelt.

Danach wird das Gerät an die zu messende Stelle rechtwinkelig angedrückt und der dort Messwert abgelesen.

Wo liegen die Grenzen des Verfahrens und welche Fehler bei der Handhabung verfälschen das Messergebnis?

Die Messgeräte mit dem Kugelkopfsensor haben nur eine sehr geringe Eindringtiefe von ca. 2-4 cm, je nach Material und Messgerät. Es ist z.B. keine Aussage möglich, ob ein Bodenaufbau in der Tiefe feucht ist. Gleiches gilt für Aussagen zu Feuchtigkeit innerhalb eines Wandquerschnitts.

Bei der Handhabung ist darauf zu achten, dass das Gerät senkrecht zur Oberfläche gehalten wird. Der Messkopf muss zu Bauteilecken immer einen Mindestabstand von min. 10 cm halten, da es sonst zu Fehlmessungen wegen Reflexionen des Messfeldes kommen kann.

Da das Messergebnis durch die Leitfähigkeit der zu messenden Stoffe beeinflusst wird, verfälschen Metallteile oder/und ein hoher Salzgehalt der Bauteile in Folge eines länger andauernden Feuchteschadens, die Messwerte. Natürlich darf kein Finger während der Messung den Kugelkopf berühren.

Feuchtemessung mit Kugelsensor
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